Erfolgreiches "Großkampfwochenende" für die Ruderer

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07.06.2018

Erfolgreiches "Großkampfwochenende" für die Ruderer


Das lange Wochenende ab dem Fronleichnamstag brachte für die RTHC-Rennruderer mit gleich vier Wettkämpfen ein Mega-Regattawochenende.

Schon am Feiertag machten die jüngeren Junioren den Auftakt bei der 65. Sprint-Regatta in Essen-Kupferdreh.

Am Wochenende 2./3. Juni selbst waren die ambitionierten Junioren bei der Generalprobe zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf der Internationalen DRV-Juniorenregatta in Hamburg am Start. Unter den gleichen Vorzeichen maßen sich die U23-Senioren auf der Internationalen Regatta auf dem Ratzeburger Küchensee, genauso wie die A-Senioren, die Rennpraxis mit Blick auf die Henley Royal Regatta sammelten. Die Masters traten derweil beim DRV-Masterschampionat in Werder/Havel an.

Zuschauen musste wie geplant Felix Drahotta, der wegen einer Ausbildungsprüfung nicht an der Worldcup-Regatta in Belgrad/Serbien teilnahm. Der Deutschland-Vierer ohne, für den er sich qualifiziert hat und in dem er beim nächsten Wettkampf auch wieder starten wird, fügte sich dort mit einem Halbfinalsieg und einem guten vierten Platz im A-Finale in die Phalanx einer Reihe guter Resultate der DRV-Flotte ein.

Beim Kupferdreher Sprint gab es zum Start des Wochenendes 8 Siege:

  • Justus Frenger im Junior-B Einer Leistungsgruppe II
  • Ruben Engels und Kuba Matura im Leichtgewichts-Jungen-Doppelzweier 12/13 Jahre Lgr. I
  • Daniel Burger und Adrian Herzer im Jungen-Doppelzweier 11/12 Jahre Lgr. II
  • Michel Wende und Justus Frenger im Junior-Doppelzweier B Lgr. III
  • Ruben Engels im Lgw.Jungen-Einer 13 Jahre Lgr. II
  • Linus Brück im Lgw.Jungen-Einer 13 Jahre Lgr. Lgr.III
  • Mats Jacobs in Renngemeinschaft mit Hürth im Männer-Doppelzweier A Lgr. II
  • Justus Frenger, Michel Wende und Stm. Joel Meyer in Rgm. Mit Godesberg im Junior-Doppelvierer m.St. B Lgr. II

Das DRV-Masterschampionat war für Janis Rodmanis im Einer 70-74 Jahre und in der nächstjüngeren Altersklasse 65-69 eine klare Sache. Er entschied beide Rennen deutlich für sich.

Für Roderich Christ war die Regatta nach einem Jahr mit gesundheitlichen Problemen und Verletzungen der Wiedereinstieg in die Rennen auf der 1000 m-Distanz. Im Doppelvierer des Altersdurchschnitts 55-59 ruderte er in Renngemeinschaft mit Kettwig und Mülheim auf Platz zwei, ohne dass man dieses Boot vorher trainiert hatte.

Weniger gut lief es für beide im gemeinsam mit Kettwig, Mülheim, Düsseldorf und Köln geruderten Achter. Hier fehlte es in beiden Rennen (AK 55-59 und 50-54) am Zusammenspiel unter Wettkampfbedingungen, da man in exakt dieser Besetzung nicht hatte trainieren können. So waren Janis Rodmanis und Wolfgang Goeritz aus Köln kurzfristig als Ersatzleute eingesprungen und der Steuermann musste für die Rennen ausgeliehen werden. Hier ist also noch einiges an Luft nach oben.

Bei der Internationalen Ratzeburger Regatta ging es neben der Generalprobe für die Jahrgangsmeisterschaften für die U23-Senioren darum, ihre Position im Vergleich mit den anderen U23-Zweiern im gleichen Jahrgang zu festigen.

Dies gelang Julius Christ und Robin Goeritz am Samstag sehr gut.

Bereits im Vorlauf ruderten sie in Schlagdistanz zu den Booten aus Münster und Hamburg ins Ziel.

Im Finale lagen dann zwar deutlich erfahrenere und teils auch international ambitionierte Boote aus Holland und Tschechien sowie Michael Trebbow und Anton Braun aus dem erweiterten Team Deutschlandachter vorn.

Die drei Zweier mit den U23-Neulingen, darunter auch Goeritz/Christ, lagen aber nur 1 1/2 Längen auf Braun/Trebbow zurück und lieferten sich über die gesamten 2000 m einen spannenden Bord-an-Bord-Kampf mit wechselnder Führung. Im Ziel lagen Goeritz/Christ nur 2/10 Sekunden hinter den Junioren-Achterweltmeistern aus Münster und 68/100 Sekunden vor den Junioren-WM-Finalisten im Vierer aus Hamburg. Beide blicken jetzt zuversichtlich auf die Jahrgangsmeisterschaften ab dem 21. Juni in Köln.

Im Vierer in Renngemeinschaft mit Düsseldorf reichte es am Sonntag hingegen nicht zum A-Finale, so dass man mit dem Sieg im Kleinen Finale zufrieden sein musste.

Besser lief es im Vierer für die Leichtgewichte um Leon Lenzen. Mit seinem Kölner Partner Adrian Ernst sowie Julius Wagner und Henning Sproßmann aus Essen bzw. Dortmund war Lenzen an beiden Tagen schnellstes deutsches und auch schnellstes U23-Boot, hinter jeweils zwei Booten aus China, und damit Doppelsieger der U23-Wertung.

(2. v.l.: Leon Lenzen)

Im Achter mussten sich die vier zusammen mit Ruderern aus weiteren Vereinen ebenfalls den – älteren – chinesischen Ruderern geschlagen geben.

Michael Weppelmann erreichte im Männer-Einer das A-Finale, musste dort allerdings nach der 1000 m-Marke abreißen lassen.

Im Männer-Doppelvierer ging er mit Heiner Schwartz sowie den Essenern Dominik Drüke und Fabian Weiler an den Start. In einem gemischten Feld aus A(Ü22)- und B(U23)-Booten mischte die Crew bis 1000 m sehr gut mit, verlor aber dann etwas den Anschluss auf die führenden Boote und landete auf Platz vier der acht Boote.

Bei der Hamburger Juniorenregatta gab es ein breites Spektrum von Ergebnissen. Top-Resultate hielten sich die Waage mit Enttäuschungen.

Im Junior B-Vierer mit St. ruderte Linus Gebhardt in Renngemeinschaft am Samstag auf Platz 4.

Philipp Kappek kam im Leichtgewichts-Junior A-Vierer ohne auf Rang fünf ein.

Das erste Ausrufezeichen setzte der Junior A-Vierer mit St. (Jan Hermanns, Peter Finkl, Nico Frenger, Christopher Ahn und St. David Hallek) mit einem sicheren Sieg.

Die andere Hälfte des Stützpunktachters mit Julian Büsken, Peko Werner, Joshua Klaas und Gero Hensengerth war am Samstag im Vierer ohne schnellstes deutsches Boot und landete hinter einem dänischen Boot auf Rang 2.

Matthias Haggenei startete in ein für ihn sehr starkes Wochenende mit einem Sieg im Leichtgewichts-Junior B-Doppelvierer, zusammen mit den Kölnern Lukas Böhlefeld, Aaron My und Louis Mück sowie Fenja Scheper am Steuer.

Nikita Mohr knüpfte nahtlos an die Leistungen in München an, nachdem er in Köln krankheitsbedingt den Leichtgewichts-Junior A-Einer abmelden musste. Er siegte am Samstag in seinem Lauf mit einer halben Sekunde Vorsprung und der insgesamt schnellsten Zeit.

Matthias Haggenei gelang das nicht ganz, da er seinen stärksten Gegner im Samstagsrennen noch nicht kannte. Ihn konnte er nicht halten, aber sicherte seinen zweiten Platz ab und wurde damit für den Sonntag in den zweiten Lauf gesetzt.

Der Junior B-Achter mit Linus Gebhardt ruderte am Samstag auf Platz vier, allerdings mit klarem Rückstand auf Platz 1.

Im Leichtgewichts-Junior A-Doppelvierer ließ Nikita Mohr mit seiner Renngemeinschaftscrew erneut nichts anbrennen und siegte mit gut einer Länge Vorsprung.

Philipp Kappek traf es in seiner Leichtgewichts-Achtercrew nicht so gut und wurde in einer überregionalen Renngemeinschaft Vierter.

Den Schlusspunkt des Tages setzte der Fühlinger Stützpunktachter der A-Junioren (Hermanns, Finkl, Frenger, Ahn, Büsken, Werner, Klaas, Hensengerth, St. Hallek) mit einem klaren Sieg über eine Schleswig-Holsteinische Renngemeinschaft.

Nachdem der Junior B-Vierer mit um Linus Gebhardt am Samstag viertes Boot geworden war, zeigte die Crew am Sonntag, was in ihr steckt und gewann ihr Rennen sicher.

Philipp Kappek dagegen konnte sich mit seinem Vierer erneut nicht vorn platzieren und erreichte Rang vier.

Immer hart umkämpft sind die Junior B-Doppelvierer mit St., so auch der Leichtgewichtsvierer mit Matthias Haggenei und Fenja Scheper an den Seilen. In einem engen Rennen sprang letztendlich ein guter dritter Platz im ersten Lauf heraus.

Eine Demonstration der Stärke lieferte Nikita Mohr im ersten gesetzten Lauf des leichten Junior A-Einers ab, den er mit über zwei Längen Vorsprung und mit einer trotz des Schiebewindes sehr schnellen Zeit gewann.

Matthias Haggenei entschied den zweiten gesetzten Lauf im leichten Junior B-Einer knapp für sich und konnte mit seiner Leistung sehr zufrieden sein.

Der Junior B-Achter um Linus Gebhardt wiederholte am zweiten Tag sein Vortagsergebnis und wurde viertes Boot.

Im Sonntagsrennen des leichten Junior A-Doppelvierers musste sich Nikita Mohr mit seiner Crew einem Boot mit einer Zweitdrittel-Bootslänge geschlagen geben und wurde Zweiter.

Nicht nach Wunsch lief es für Philipp Kappek erneut im Leichtgewichts-Achter, der im Sonntagsrennen nicht in die Entscheidung eingreifen konnte.

Der Fühlinger Junior A-Stützpunktachter musste sich am Sonntag einem deutlich breiteren und stärkeren Feld stellen. Bis zur Streckenhälfte fuhr man gut mit, konterte dann aber den Zwischenspurt der anderen Boote nicht entschlossen genug und wurde schließlich sechstes von acht Booten.