Internat. Hügelregatta: Drahotta mit starken Argumenten für den Bundestrainer

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16.05.2018

Internat. Hügelregatta: Drahotta mit starken Argumenten für den Bundestrainer


Für die Internationale Hügel-Regatta auf dem Essener Baldeneysee hatten sich RTHC-As Felix Drahotta und sein Zweierpartner Peter Kluge (Celle) einiges vorgenommen.

(Felix Drahotta (Foto: Deutschlandachter GmbH))

Die Deutsche Kleinbootmeisterschaft vor drei Wochen hatten sie zwar mit dem Gewinn des B-Finales im Zweier und damit versöhnlich abgeschlossen, aber das Ziel A-Finale verfehlt.
Für Essen hatten Ralf Holtmeyer als Bundestrainer und Uwe Bender als verantwortlicher Disziplintrainer mit Blick auf die anstehenden Weltcupregatten und die Europameisterschaft mit wechselnden Besetzungen Leistungsvergleiche im Vierer ohne geplant, um auch für diese Bootsgattung eine schlagkräftige Crew zu finden.
Diese Chance nutzten Kluge und Drahotta mit einem starken Auftritt.
Sowohl am Samstag als auch am Sonntag siegten sie im Vorlauf und im Finale.
Samstags gewannen sie mit Nico Merget (Frankfurt) und Malte Daberkow (Rostock) den Vorlauf mit einem Start-Ziel-Sieg und drückten dem Finale auf der zweiten Streckenhälfte ihren Stempel auf. Bei 1000 m noch auf Rang vier liegend, drückten sie bei leichtem Schiebewind und guten Bedingungen anschließend derart aufs Tempo, dass ihnen keine andere Crew folgen konnte. Im Ziel blieb die Uhr bei schnellen 5:54,61 min stehen, eine dreiviertel Bootslänge vor Polen. Die beiden ebenfalls stark besetzten deutschen Vierer folgten auf den Plätzen.
Am Sonntag starteten Kluge/Drahotta mit Felix Brummel (Münster) und René Schmela (Berlin). Bei Gegenwind und deutlich unangenehmeren Bedingungen ließen sie auch hier im Vorlauf nichts anbrennen und kontrollierten den Rennverlauf, gefolgt von den Niederländern und Tschechien.
Im Finale ging die Crew auf den zweiten 500 m in Front, lag bei 1000 m knapp in Führung und spielte danach bei Gegenwind ihre Kraft und Schlaglänge aus. Im Ziel betrug der Vorsprung zwei Längen vor den Niederländern und fast drei Längen vor dem nächsten deutschen Boot.
Damit dürften Kluge und Drahotta ihre Position in der Bildung des Nationalvierers deutlich gestärkt haben, denn offensichtlich ist ein Vierer mit ihrer Beteiligung ein schnelles Boot.

Zusammen mit den Elitecrews starteten auch die etablierten Boote und Neulinge aus den U23-Jahrgängen.
Im Vorlauf des Samstags mussten sich Robin Goeritz (Köln) und Julius Christ mit ihren Partnern aus Düsseldorf im ersten gemeinsamen Rennen erst einmal finden. Im zweiten Vorlauf überraschte die Leichtgewichtscrew um Léon Lenzen und Adrian Ernst (Köln), indem sie einer der U23 Crews aus dem erweiterten Kreis des Dortmunder Leistungszentrums das Nachsehen gab.
Im B-Finale lieferten sich bis 1000 m vier, danach noch drei deutsche Boote einen Bord-an-Bord-Kampf um Platz 2, während ein tschechisches Boot vorn lag. Im Ziel gewann Tschechien, und drei deutsche Boote kamen innerhalb 15/100 Sekunden ein, mit dem Leichtgewichtsvierer mit Léon Lenzen auf Rang 2 und dem U23-Vierer mit Julius Christ auf 3. U23-Riemen-Bundestrainer Peter Thiede lobte anschließend die Mannschaftsleistung der Crew um Goeritz und Christ.
Am Sonntag konnte sich diese Crew bei den deutlich schwierigeren Verhältnissen nicht so gut in Szene setzen. Im Vorlauf war der Rückstand auf die vorderen Plätze deutlich, während es im B-Finale mit Rang vier in Schlagweite eines der weiteren Newcomer-Boote schon wieder besser aussah.
Léon Lenzen und Adrian Ernst starteten am Sonntag im Leichtgewichts-Zweier und belegten dort mit Rang vier einen sicheren Mittelplatz, während ihre Viererkollegen Sproßmann/Wagner klar gewannen.

Michael Weppelmann startete samstags im Einer, konnte sich allerdings im Vorlauf gegen die starke Konkurrenz nicht durchsetzen.
Mit Heiner Schwartz, Fabian Weiler und Dominik Drüke (Essen) bildete Weppelmann auch den möglichen Leverkusener Doppelvierer für die Henley Regatta im Juli.
Als Vereins-Renngemeinschaft hatte man es allerdings gegen die international starken Gegner sehr schwer und keine wirkliche Chance.
Das gleiche Bild zeigte sich am Sonntag zunächst auch im Vorlauf. Im Finale dagegen lief es mit der gewonnenen Rennpraxis deutlich besser. Man fuhr auf Rang vier durchs Ziel und konnte den Abstand nach vorne deutlich verkürzen und neben einem polnischen ein deutsches Boot hinter sich lassen, gegen das man im Vorlauf noch klar unterlegen war.

Keine Chance hatte die junge U23-Crew um Julius Christ im abschließenden Achter um den Preis der Krupp-Stiftung. In einem Feld mit dem amtierenden Weltmeister, dem im Vergleich zum Vorjahr mit Europameistertitel, Weltcupsieg, Weltbestzeit und WM-Titel unveränderten Deutschlandachter, das dieser klar dominierte, konnte man allerdings auch nicht wirklich gut aussehen. Nach guten ersten 500 m lag man noch im Mittelfeld, konnte dann aber das Tempo des Weltmeisters, des polnischen Achters und des deutschen U23-Achters nicht mehr mitgehen.

Zu den Ergebnissen des Teams Deutschlandachter lesen Sie hier mehr: http://www.deutschlandachter.de/index.php/news/1027/64/Achter-souveraen-Insgesamt-drei-Doppelsiege-in-Essen