Riesige Freude in Plovdiv: Vierer zieht ins Finale ein

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17.09.2018

Riesige Freude in Plovdiv: Vierer zieht ins Finale ein


Als Halbfinal-Dritter will der Vierer ohne Steuermann jetzt in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Sie rangen nach Luft und tauchten ihre Füße ins kühlende Wasser. Das Finalticket war gelöst, die Erleichterung riesig: Felix Brummel, Nico Merget, Peter Kluge und Felix Drahotta zogen als Halbfinal-Dritter mit dem Vierer ohne Steuermann ins Finale bei der Ruder-WM im bulgarischen Plovdiv ein. „Die Freude ist gewaltig. Dass wir im WM-Finale stehen, sprengt alle Ketten und ist befreiend“, sagte ein glücklicher Nico Merget und schob gleich nach: „Das Minimalziel haben wir erreicht. Jetzt greifen wir die Medaille an.“

Der Wind drehte kurz vor dem Halbfinalrennen auf Gegenwind – was die Aufgabe nicht leichter machte. Der WM-Zweite aus Italien diktierte wie erwartet das Geschehen. Dahinter behauptete sich das deutsche Boot gegen die Konkurrenz. „Gerade auf den zweiten 500 Metern, als der Gegenwind besonders stark war und die Tschechen und Südafrikaner Druck ausübten, sind sie cool geblieben und haben ihr Ding durchgezogen“, analysierte Tim Schönberg, der im Trainerpulk mit dem Rennrad den Überblick behielt. Dass die Briten auf der zweiten Streckenhälfte noch vorbeifuhren, konnte verkraftet werden. Schließlich betrug der Vorsprung auf die viertplatzierten Südafrikaner im Ziel dreieinhalb Sekunden.

„Keine Eintagsfliege“

„Wir haben uns gegenüber dem Vorlauf noch einmal verbessert und gezeigt, dass dies keine Eintagsfliege war“, meinte Peter Kluge. Nach dem verpassten Finale bei der EM in Glasgow machte Nico Merget das gut verlaufene Trainingslager in Völkermarkt und dem Zusammenhalt als Schlüssel dafür aus, worum es jetzt viel besser läuft: „Wir profitieren von der guten Vorbereitung und vom Zusammenhalt im kompletten Riementeam. Jeder kommt zu jedem, die Trainer pushen einen. Auch wir im Vierer sind super zusammen gewachsen – nicht nur ruderisch, sondern auch menschlich.“

Gegner im Finale am Samstag (12.46 Uhr Ortszeit/11.46 Uhr MESZ) sind Weltmeister Australien, Europameister Rumänien, Italien, Großbritannien und die Niederlande. „Realistisch ist eine Medaille drin, wenn es gut läuft. Das ist jetzt unser Ziel. So werden wir ins Rennen gehen“, sagte Schönberg, der seine Ruderer direkt nach dem Rennen ins Kühlbecken und aufs Rennrad schickte. Schließlich steht nun die Regeneration an erster Stelle, um beim Finale erholt und topfit an den Start zu gehen.

Ergebnisse, WM in Plovdiv:
Vierer ohne Steuermann, Halbfinale:
1. Italien 6:01,74 Minuten, 2. GroĂźbritannien 6:03,40, 3. Deutschland (Felix Drahotta, Peter Kluge, Nico Merget, Felix Brummel) 6:04,44, 4. SĂĽdafrika 6:08,00, 5. Tschechien 6:11,39, 6. Ukraine 6:24,18.

News online: https://deutschlandachter.de/2018/09/13/riesige-freude-in-plovdiv-vierer-zieht-ins-wm-finale-ein/